Führen im Dialog

Zusammenarbeit durch ein effektives, innovatives und zukunftsgerichtetes Miteinander kontinuierlich besser machen

„Tragfähige Beziehungen kommen nicht dadurch zustande, dass sich einzelne Persönlichkeiten zurücknehmen, sondern das sich Individualitäten einbringen.“

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Gemeinsam denken und Zusammenarbeit neu erleben

Digitaler Wandel, steigende Komplexität und neue Anforderungen im Arbeitsleben gehen einher mit einer zunehmenden Individualisierung der Gesellschaft. Die Wahlfreiheiten erhöhen sich, jeder einzelne kann sein Leben viel stärker nach persönlichen Wünschen und Vorstellungen ausrichten sowie selbstbestimmt Entscheidungen treffen. Diese Veränderungen wirken sich auch auf das Arbeitsleben aus. Hierarchische Führungsformen funktionieren immer weniger. Mitarbeiter wollen sich nicht mehr „bestimmen lassen“, sondern machen ihr Recht geltend als Individuum ernst genommen zu werden. Sie möchten eigenverantwortlich denken und handeln und sich selbstbestimmt in ihrem Unternehmen einbringen. Führungsverantwortliche stehen damit vor mehreren Herausforderung:

  1. sich selbst auf die neuen Anforderungen einzustellen, das heisst das eigene Denken, Fühlen und Handeln zu verändern,
  2. eigene Fach-, Methoden-, Sozial- und Persönlichkeitskompetenzen weiterzuentwickeln und
  3. die Zusammenarbeit zunehmend „individualisierter“ Menschen zu gestalten.

Dialogkultur – Individualität für ein erfolgreiches Miteinander

  • Wie kann Zusammenarbeit im Spannungsfeld des digitalen Wandels und zunehmender Individualisierung neu gestaltet werden?
  • Wie können die Handlungskompetenzen der einzelnen Mitarbeiter erhöht werden?
  • Wie gestalten wir Prozesse, die Vertrauen, Eigenverantwortung und selbstorganisiertes Arbeiten fördern?
  • Wie entsteht Eigenständigkeit im Sinne des Ganzen?
  • Wie lässt sich Führung und Zusammenarbeit mit diesem Ziel entwickeln?

Die Dialogischen Kultur schafft eine Umgebung, die innere Veränderung in Menschen und Teams ermöglicht und jeder Mitarbeiter aus eigener Einsicht und Verantwortung handeln kann. Die Eigenständigkeit jedes Einzelnen wird aufgenommen und zugleich gefördert. Dadurch wird geistige Produktivität der Beteiligten und Selbstführung angeregt. Die Entwicklung passender Prozesse ist eine logische Konsequenz und erfolgt praxisnah im konkreten Arbeitszusammenhang. Aufgaben und Themen werden transparent sichtbar und jeder behält neben dem Individuellen das Ganze im Blick. Es entsteht ein wirkungsvolles, erfolgreiches Handeln und ein wertschätzendes Miteinander.

Die Kunst des Dialogs – mehr als das bloße Gespräch

Der Begriff Dialog stammt aus dem Altgriechischen „dialogos“ und bedeutet wörtlich dia „durch“ logos „Wort“. Mit Dialog ist aber nicht nur das Gespräch gemeint, es ist auch eine Art des Miteinander-Umgehens. Im Gespräch kommen wir miteinander in Verbindung und lernen zu verstehen. Wir treten in Beziehung, tauschen uns aus und helfen uns gegenseitig, eigene Einsichten und Initiativen zu entwickeln.

Das „Dialogische“ ist also umfassender, denn es geht auch um die gemeinsamen Suche nach Sinn und Erkenntnis. Das mag zunächst nicht im Zusammenhang mit dem Arbeitsalltag stehen. Gespräche sind jedoch Grundlage allen gemeinsamen Arbeitens, und die Qualität der Gespräche ist ausschlaggebend für nachhaltigen Erfolg, von der individuellen Begegnung zur Entscheidungsfindung über Problemlösungen und Innovationen bis hin zum Konflikt- und Krisenmanagement.

Dialogische Prozesse und Anforderungen

Die Entwicklung von Führung und Zusammenarbeit im wirkungsvollen Miteinander orientiert sich an den vier Dialogischen Prozessen. Diese Prozesse basieren auf individueller Bewusstseinsleistung und setzen die Einsicht und den Gestaltungswillen der Beteiligten voraus. Es sind daher keine Strukturvorgaben oder Verfahrensmuster, die man vorab definieren und dann einführen kann, sondern es gilt die entsprechenden Prozesse im einzelnen Menschen und in der Zusammenarbeit anzuregen und auszugestalten:

  • Individuelle Begegnung: Interesse am individuellen Menschen statt Rollenverhalten oder Instrumentalisierung des Anderen.
  • Transparenz: Eigenständige Urteilsfähigkeit des Einzelnen in der gegebenen Situation statt Machtwissen oder Meinungsdiktatur.
  • Beratung: Kreativität und Ideenbildung statt Tradition oder struktureller Vorgaben.
  • Entschlusskraft: Tatsächliches Handeln aus Initiative statt Selbstverwirklichungsmentalität oder Beauftragung.

An Führung und Selbstführung stellen sich daher folgende Anforderungen:

  • Dem einzelnen Menschen die Entwicklung im Gesamtgeschehen ermöglichen
  • Den gegebenen Verhältnissen in ihrer Komplexität gewachsen sein
  • Produktive Fähigkeiten anregen und realisieren
  • Die eigenständigen Tätigkeiten der Einzelnen zu einem Ganzen verbinden
Dialogische Führung
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„Der Dialog ist eine Chance, Neues zu entdecken, keine Garantie, Altes zu bewahren.“

David Bohm

Agiles Arbeiten und Dialogkultur

Im Kontext schneller Veränderungen und zunehmender Komplexität wird oft der Ruf nach agilen Arbeitsweisen laut. Die allgemein bekanntesten sind Scrum, OKR, Kanban und Design Thinking. Agile Methoden oder Frameworks sehen einfach aus, sind es aber bei weitem nicht. Immer wieder wird versucht agile Arbeitsweisen über Abläufe und Strukturen einzuführen. Auf diese Art und Weise werden vielleicht neue Handlungsweisen im Unternehmen etabliert, aber die Denkweise bleibt die alte. Früher oder später wird dann nach altem Muster weitergearbeitet oder Mitarbeiter erdulden agiles Arbeiten als „neuer Wein in alten Schläuchen“. Scheitern ist vorprogrammiert!

Wer Agilität und eine Unternehmensentwicklung im Sinne einer Transformation anstrebt, sollte bei den Menschen beginnen. Es braucht neue Denk- und Handlungsmuster und dies setzt eine persönliche Entwicklung jedes einzelnen voraus. Der Dialog unterstützt einen offene Unternehmenskultur, in der Informationen frei fließen und der Einzelne zu eigenen Einsichten gelangen und eigene Entscheidungen im Sinne des Ganzen treffen kann. Mit Hilfe des Dialogs lernen Agile Teams gemeinsam zu denken und Ideen zu entwickeln und mit schwierigen, komplexen Themen konstruktiv umzugehen. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung, um mit agilen Arbeitsweisen die erhoffte Flexibilität, Innovationskraft und Effektivität zu erzielen.

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Kanban, agil, agile Arbeitsweisen

Warum mir das Thema am Herzen liegt

„Dialogische Führung ist ein seit Mitte der 1990er Jahre im Friedrich von Hardenberg Institut für Kulturwissenschaften in Heidelberg entwickelter Führungsansatz“ (Wikipedia). Seit dieser Zeit praktiziere ich selber Dialogische Führung in unterschiedlichsten Arbeitskontexten. In meinen Führungsfunktionen habe ich selbst zahlreiche Mitarbeiter innerhalb kurzer Zeit in unternehmerische Disposition gebracht und meine Verantwortungsbereiche erfolgreich weiterentwickelt. Gerade im Kontext agiler Arbeitsweisen fällt mir immer wieder auf, dass an Strukturen festgehalten wird und neue, innovative Denkprozesse fehlen. Es liegt mir am Herzen diesen Ansatz weiter voranzutreiben, da ich gerade bei komplexen Problemstellungen und im agilen Arbeitsumfeld eine große Chance sehe, wie alle Beteiligten durch gemeinsames Denken Zusammenarbeit kontinuierlich besser machen können.

Führung ersetzt Chaos durch Irrtum. Dialogische Führung bietet die Chance, den Irrtum allmählich durch die Einsicht aller Beteiligten zu ersetzen.

Karl-Martin Diez, Thomas Kracht

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