Dialogisch Führen und Arbeiten

Komplexe Problemstellungen können nicht von einzelnen gelöst werden. Es braucht gut funktionierende Netzwerke, multidisziplinäre Teams sowie gemeinschaftliche Denk- und Arbeitskulturen.

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Gestaltung gemeinschaftlicher Denkprozesse als Erfolgsbringer und Innovationsmotor

Komplexe Problemstellungen erfordern gemeinschaftliche Denk- und Arbeitsprozesse in multidisziplinären Teams. Der Dialog ist ein natürliches Verfahren, das die Chance bietet Denkprozesse zu erweitern und Teamprozesse zu qualifizieren. Entwickelt wird kreatives Denken im agilen Arbeitsumfeld und in sozialen Prozessen.

Die dialogische Kultur schafft eine Umgebung, die innere Veränderung in Menschen und Teams ermöglicht. Mitarbeiter werden befähigt aus eigener Einsicht und Verantwortung zu handeln. Die Eigenständigkeit jedes Einzelnen wird aufgenommen und gefördert. Im Miteinander entsteht geistige Produktivität aller Beteiligten. Die Entwicklung passender Prozesse erfolgt als logische Konsequenz praxisnah im konkreten Arbeitszusammenhang. Aufgaben und Themen werden transparent und klar und öffnen für jeden einzelnen den Blick fürs Ganze.

Die Kunst des Dialogs – mehr als das bloße Gespräch

Der Begriff Dialog stammt aus dem Altgriechischen „dialogos“ und bedeutet wörtlich dia „durch“ logos „Wort“. Mit Dialog ist aber nicht nur das Gespräch gemeint, es ist auch eine Art des Miteinander-Umgehens. Im Gespräch kommen wir miteinander in Verbindung und lernen zu verstehen. Wir treten in Beziehung, tauschen uns aus und helfen uns gegenseitig, eigene Einsichten und Initiativen zu entwickeln.

Das „Dialogische“ ist also umfassender, denn es geht auch um die gemeinsamen Suche nach Sinn und Erkenntnis. Das mag zunächst nicht im Zusammenhang mit dem Arbeitsalltag stehen. Gespräche sind jedoch Grundlage allen gemeinsamen Arbeitens, von der individuellen Begegnung zur Entscheidungsfindung über Problemlösungen und Innovationen bis hin zum Konflikt- und Krisenmanagement. Die Qualität dieser Gespräche ist ausschlaggebend für nachhaltigen Erfolg, .

Dialogische Prozesse und Anforderungen

Die Entwicklung von Führung und Zusammenarbeit im wirkungsvollen Miteinander orientiert sich an vier Dialogischen Prozessen. Die Prozesse basieren auf individueller Bewusstseinsleistung und setzen die Einsicht und den Gestaltungswillen der Beteiligten voraus. Ziel ist, starre Strukturen oder Verfahrensmuster aufzulösen und gegen dynamische Prozesse zu ersetzen.

  • Individuelle Begegnung: Interesse an der Individualität der Menschen statt Rollenverhalten oder Instrumentalisierung des Anderen.
  • Transparenz: Eigenständige Urteilsfähigkeit des Einzelnen in der gegebenen Situation statt Machtwissen oder Meinungsdiktatur.
  • Beratung: Kreativität und Ideenbildung statt Tradition oder struktureller Vorgaben.
  • Entschlusskraft: Tatsächliches Handeln aus Initiative statt Selbstverwirklichungsmentalität oder Beauftragung.

An Führung und Selbstführung stellen sich daher folgende Anforderungen:

  • Entwicklung der Persönlichkeit
  • angemessener Umgang mit Veränderungen und Komplexität
  • Anregung und Entfaltung produktiver Fähigkeiten
  • Verbindung von Individualität und Gemeinschaft

„Der Dialog ist eine Chance, Neues zu entdecken, keine Garantie, Altes zu bewahren.“

David Bohm

Agiles Arbeiten und Dialogkultur

Agile Frameworks wie Scrum, OKRs (Objectives & Key Results) und Design Thinking entfalten erst ihre volle Wirkung, wenn dynamische Prozesse entstehen. Agile Arbeitsweisen über Abläufe und Strukturen einzuführen, führt automatisch zum Scheitern. Wer Agilität im Sinne einer wirklichen Transformation der Denk- und Handlungsweise anstrebt, sollte daher bei den Menschen im Betrieb ansetzen.

Der Dialog unterstützt eine offene Unternehmenskultur, in der Informationen frei fließen und der Einzelne zu eigenen Einsichten gelangen und gewinnbringende Entscheidungen im Sinne des Ganzen treffen kann. Mit Hilfe des Dialogs lernen agile Teams gemeinsam zu denken, Ideen zu entwickeln, mit schwierigen, komplexen Themen konstruktiv umzugehen und Haltungen und Denkweisen zu entwickeln die zu mehr Innovationskraft, Flexibilität und Effektivität führen.

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Kanban, agil, agile Arbeitsweisen

Aus der Praxis für die Praxis

Als Führungsverantwortliche bei dm-drogeriemarkt bin ich bereits vor über zwanzig Jahren mit dem Thema „Dialogische Führung“ in Berührung gekommen und war maßgeblich daran beteiligt, den im Friedrich von Hardenberg Institut für Kulturwissenschaften in Heidelberg entwickelten Führungsansatz, in meinem Verantwortungsbereich umzusetzen und voranzutreiben. Ich habe seither oft erlebt, wie Ideenvielfalt entsteht und welchen Unterschied es macht, wenn Menschen in ihrer Individualität wahrgenommen und gestärkt werden und sich mit Freude am Unternehmenserfolg beteiligen. Im Laufe der Jahre habe ich mit dialogischer Führung zahlreiche Mitarbeiter innerhalb kurzer Zeit in unternehmerische Disposition gebracht und meine Verantwortungsbereiche erfolgreich weiterentwickelt. Neben den positiven Auswirkungen auf Zusammenarbeit, Innovationskraft und wirtschaftlichen Erfolg, halte ich den Dialog auch deshalb für ein besonders wertvolles Verfahren, weil dieser sowohl der Arbeitsweise unseres Gehirns besser entspricht, als auch einen wesentlichen Beitrag zur psycho-physiologischen Gesundheit liefert.

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Die Verwirklichung des Menschen geschieht im Dialog: in der doppelten Fähigkeit, zu reden und zuzuhören, zu antworten, aber auch darin, sich vom Wort treffen zu lassen. Anders gesagt: Dialog, das meint die Bereitschaft zur Kooperation.

August Heinrich Henckel von Donnersmarck

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